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 Kathedrale der Engel

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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 8:54 pm

>> Erster Post.

Lauriel blieb im Gang stehen, sie lies ihre Kapuze tief über ihr Gesicht hängen.
Dann setzte sie sich und schaute sich schweigend um.
Sie erblickte ein paar Menschen die sich staunend umher bewegten.
Ein abfälliges "Hrmpf" kam aus ihrem Mund lies ihre Arme verschränken.
"Wenn dieses ... Menschenwesen mich anspricht, kann es was erleben ....
Wobei es nichts dafür kann ... andererseits hat es nicht das Recht in diesen heiligen Hallen zu sein
Geschweige denn sich hier sabbernd fortzubewegen
." Ihre Gedanken überschlugen sich.
Und erneut lies sie ein "Hrmpf" von sich.
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Eiael
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:04 pm

Eiael stand wie so oft im Schatten einer der mächtigen Säulen und betrachtete das Treiben. Schaulustige, Weltenbummler und anderes Geschmeiß trieb sich in diesen Tagen in der Kirche herum. Angewidert betrachtete er die Menge, die mit großen Augen und offenen Mündern durch die Kirche wandelte. Geistesabwesend bemerkte er eine neue Gestalt. Ihrem Gesichtsausdruck nach war sie genauso wenig begeistert über die Menge wie er selbst. Aber sie war kein Engel: Ihre Züge trugen zwar den aristokratischen Schnitt, der die Engel auszeichnete, doch fehlte es ihr an Flügeln. Neugierig trat Eiael aus seinem Versteck und ging die paar Meter bis zu der Gestalt. Langsam kniete er sich neben sie und sprach ein kurzes Gebet - so wie es ihn zu tun gelehrt worden war. Wenige Augenblicke später hob er den Kopf und sah die Frau - zumindest soviel konnte er nun erkennen - unverwandt an. "Nie zuvor habe ich euch hier gesehen. Eiael werde ich geheißen, und einer der letzten Verbliebenen meiner Art bin ich. Doch stellt sich mir die Frage: Wer - und besser noch: was: seid ihr?" Aus kalten Augen blickte er seinen Gegenüber an, die Miene ausdruckslos, doch mit einem warnenden Funkeln in den Augen. Sollte sie ein Frevler sein? Eine unheilige Kreatur vielleicht? Doch ihre Aura schien vertraut...
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:15 pm

Lauriel hob eine Augenbraue an,
"Ihr werdet Eiael geheißen?"
"Na wunderbar, ein Verrückter Engel, der im tiefsten Mittelalter feststeckt..."
Sie wunderte sich nicht über seinen Blick, im Gegenteil, sie war es gewohnt.
"Nun, mich nennt man Lauriel, Lauriel Iskard, im Grunde sollte ich ein Engel sein.
Aber wie man unschwer erkennen kann hat man mich ohne Flügel geboren.
Und ich versichere Euch, Eiael, Engel mit Flügeln werden aussterben wenn diese Heiden hier selbst in diese Kirche können.
"
Sie lies sich ein leises Knurren vernehmen.
"Es reicht ja schon das sie sich anmaßen zu behaupten unsere Völker währen nahezu Identisch."
Sie schaute zum Fenster der Kirche.
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Eiael
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:28 pm

Ehrlich überrascht sah Eiael den Engel an. "Ihr habt recht, Lauriel. Ich hätte es wissen müssen. Eure Aura, euer Gesicht..." Der Krieger schalt sich selbst einen Narren. Doch er teilte ihre Meinung. "Und noch mehr Recht habt ihr mit euren Gedanken. Sie" er deutete abfällig auf die Menschen, "beschmutzen diesen Ort der Einkehr mit ihrer Anwesenheit. Lange war ich fort, um die zu jagen und zu richten, die nicht im Schein des Einen, unseres Schöpfers, stehen. Doch wie ich sehe befinden sich einige dieser Wesen mitten unter uns. Ich sehne die Zeit herbei, in der wir Engel nicht auf dieses Geschmeiß angewiesen waren. In der unser Volk stark war." Seine Stimme hatte sich im Verlaufe der kurzen Rede immer mehr erhoben und der Groll ihn ihm ließ seine Augen funkeln. Zornig sah sich der Engel um. "Wieso er dieses Volk erschaffen hat, werde ich nie verstehen. Doch obliegt es nicht mir, seine Wege nachzuvollziehen." Demütig neigte er seinen Kopf vor der riesigen Ikone des Einen im Zentrum der Kirche.
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:37 pm

"Vermutlich sollten sie nur dazu da sein um seinen Glauben weiter zu tragen, nur haben sie sich einen eigenen Nutzen draus gezogen." Sie streifte ihre Kapuze ab. "Doch da auch unsere Lehren nach den Jahren verpfuscht wurden, muss man sich einen eigenen Weg im Gebet suchen, und ihn einschlagen, ohne Rücksicht auf den Rest der Verblendeten Welt.", ihre Augen wanderten über die Wand der Kirche und blieben dann bei der Ikone des einen stehen. Sie seufzte leise
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Eiael
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:44 pm

"Wohl gesprochen, Lauriel. Das Gebet ist unser Halt, der Glaube ist unser Pfad. Die Reinheit des Glaubens muss unser oberstes Ziel, die absolute Maxime sein, an der wir unser Tun messen lassen müssen." Abwesend ließ der alte Engel seinen Blick über das Vertraute Interieur der Kirche schweifen. Viel Blut war vergossen worden, um sie zu schützen und mehr würde fließen. Sie waren wenige geworden, zu wenige. Ihre Feinde würden nicht aufhören, die Feste des Glaubens zu berennen. Langsam drehte Eiael seinen Kopf und richtete seinen Blick wieder auf Lauriel. "Solange die Feste der Engel steht, gibt es noch Hoffnung." Selbst in seinen Ohren klang die Phrase hohl und abgedroschen. Doch mehr fiel ihm nicht ein. "Der Eine ist mit uns. Er wird uns führen!" fügte er noch hinzu.
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 9:59 pm

"Der Eine...", Lauriel schwieg eine Zeit.
"Ich denke nicht das er uns führt, er hat bereits einige Verlassen die einen Fanatischen Weg gehen und für ihr eigenes Recht Kämpfen.
Engel die andere Engel töten weil sie denken diese wären im Unrecht.
"
Sie verschränkte ihre Arme erneut. Schaute zu den Menschen
"Alles was wir brauchen ist Geduld, Geduld das dieses verkommende Volk sich gegen ihre Unterdrücker auflehnt, um uns genügend Ablenkung zu verschaffen."
Ihr Gesicht wies ein finsteres und durchdringendes Grinsen auf.
"Und wenn diese Menschen Vampire und Dämonen angreifen, haben wir freies Spiel.
Man muss lernen aus dem Hinterhalt zu agieren, und nicht mit diesen unbeweglichen Rüstungen und einem überdimensionalen Schwert kämpfen
"
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Eiael
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 10:10 pm

Abscheu zeichnete sich auf Eiaels Zügen ab, als er Lauriel zuhörte. Hinterhalt? Feige! "Ich werde", begann er mit leicht erhobener Stimme, "meine Ehre nicht in den Dreck ziehen, nur um mir eine günstigere Ausgangslage sichern zu können. Die Ehre ist das, was uns von den niederen Kreaturen abhebt. Hinterhalte sind Taktiken der Dunkelheit, Verschlagenheit ist der erste Schritt auf dem Weg des Verderbens!" Mit bebender Stimme sprach der Engel weiter. "Was ihr vorschlagt habe ich einst von anderen gehört, die ihre durchaus ehrenvollen Absichten mit dem Fall bezahlen mussten." Der Blick des Engels verdüsterte sich, als er an den Fall seines Freundes Samael dachte, an das Blut, dass ihn befleckte, als Pyriel ihn köpfte. Zweifel - das war sein Vergehen gewesen. Ein Glaube konnte nur rein sein, solange er nicht hinterfragt wurde. Das hatte er gelernt in den Jahrzehnten und Jahrhunderten seines Dienstes für den Einen. Kopfschüttelnd verdrängte er seine düsteren Gedanken und richtete ein kurzes Gebet gen Himmel. "Achtet auf eure Seele, Lauriel. Viele sind an ihren Zweifeln zu Grunde gegangen. Ich will nicht euer Richter sein müssen!"
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Do Jun 25, 2009 10:32 pm

"Meine Seele, ist schon seit Jahrhunderten zerissen.
Man fällt nicht weil man eine andere Anschauung der Dinge hat.
Man fällt wenn man einen Unschuldigen Engel tötet.
"
Ihre Stimme zitterte leicht
"Das hat überhaupt gar nichts mit Ehre zu tun, Eiael, wir müssen umdenken, denn wenn wir alles beim alten belassen bedeutet das Rückschritt, Vampire und Dämonen wissen wie wir ticken.
Sie haben Waffen die durch die Stärksten Rüstungen gleiten, sie sind schneller weil sie nicht wie ein Nashorn durch die Gegend stampfen.
"
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Fr Jun 26, 2009 1:59 am

Eiael sah den Engel erschrocken an. Was war nur mit ihr geschehen? Was hatte dieser Engel durchmachen müssen? Mit belegter Stimme flüsterte Eiael ihr zu: "Fallen, Schwester, ist ein kleiner Schritt in die falsche Richtung. Der Gedanke, der der Tat voraus geht, ist das eigentlich schlechte. Er ist es, der deine Seele verhärtet, dein Herz zu Stein macht und deinen Glauben pervertiert. Nicht wer unsere Brüder und Schwestern tötet ist der Feind - jener, welcher daran denkt es zu tun, jener, welcher mit dunklen Gedanken im Herzen seiner Wege geht, jener ist der wahre Feind. Den Mörder erkenne ich, wenn er mir gegenüber steht, denn ihn verraten seine Taten. Doch schwarze Gedanken, Lauriel, sind die wahre Gefahr; sie sind nicht sichtbar, und doch vorhanden. Nur ER vermag in die Seelen der Menschen zu sehen - und so erkennen wir den Schläfer, den Demagogen erst, wenn es zu spät ist. Wir MÜSSEN unseren Pfad, den Pfad des Lichtes, in der Öffentlichkeit und für alle sichtbar gehen. Wir dürfen nicht zulassen, dass mindere Kreaturen unser Tun behindern, dass die Dunkelheit Schlupfwinkel hat, in denen sie sich verstecken kann. Wir, Lauriel, sind das Licht. Wir sind die Hoffnung. Ohne uns als Beispiel ist die Schöpfung verloren. Ohne unseren Weg hat das Chaos, die Dunkelheit und haben die Götter der Finsternis gewonnen. Bleibe standhaft, Schwester, und hege keine Zweifel. Veränderung heißt Gefahr. Gefahren die zu wagen wir nicht die Stärke haben. Wir dürfen nicht riskieren zu dem zu werden, was wir bekämpfen!"
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Sa Jun 27, 2009 3:25 pm

"Und ihr wollt mit eurem Starrsinn also alles und jeden in den Tod stürzen?"
Sie stand auf und stellte sich vor ihm, wobei ihre Stimme nicht so gedämpft war wie die von Eiael.
"Wollt ihr diesem Pack dort draußen, das Blut trinkt und von irgendwelchen Geisteskranken Menschen heraufbeschworen worden ist unsere Welt überlassen, nur weil ihr Angst habt Änderungen durch zu machen?"
Sie schaute sich kurz um und wandte sich wieder Eiael zu
"Möglich das ihr nicht an die Evolution glaubt - Er mag uns geschaffen haben - aber den Rest hat er nicht geschaffen - sie Verbessern sich ständig irgendwie.
Alte Feuerdämonen starben im Wasser - wenn ihr jetzt einen Feuerdämonen einem Eimer Wasser über den Kopf schüttet lacht er euch aus.
"
Sie schaute zur Ikone
"Wenn euch nur das entfernteste an diesem Volk - an diesem Reich liegt ... Eiael" - Sie blickte ihm nun direkt in die Augen - "Vertraut auf meine Worte - lasst Veränderungen zu und denkt nicht das nur weil ihr statt einer Metallrüstung eine Mithril-Kettenrüstung tragt ihr sofort verflucht werdet"
Sie seufze leise und schaute zu den Menschen die etwas verstört drein schauten.
"Hunde und Aasgeier des Herrn.", knurrte sie leise.
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Eiael
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Mo Jun 29, 2009 2:17 pm

Eiael sah dem Engel in die Augen - und tat dann etwas unglaublich unverhofftes: Er lachte. Laut und klar kamen die Laute aus seinem Mund, so dass sie in den weitläufigen Hallen der Kirche widerhallten. "IHR wollt MICH belehren, Lauriel? Ich habe gegen alles gekämpft, was du dunklen Götter gegen mich schickten. Ich zog an der Seite der größten Krieger in die Schlacht - und wir obsiegten. Doch verändert haben wir wenig in den letzten Jahren: Heiliger Zorn ist unsere Waffe und der eherne Glaube an den Einen unser Schild." Der alte Krieger stand auf und breitete die Arme aus. Dann begann er sich mit einer umfassenden Bewegung um die eigene Achse zu drehen. "Diese Hallen, junge Freundin, sind seit Äonen die Zuflucht von uns Engeln. Sie haben sich nicht verändert. Sie werden sich nicht verändern. Neue Baustile kommen und gehen, Burgen stehen und fallen, Reiche erstarken und vergehen im Feuer. Doch diese Hallen werden leben, in Ewigkeit und für immerdar." Mit verengten Augen kam Eiael zum Stehen und seine Hand fuhr zu seinem Gürtel. Die Stille, die sich wie eine Decke aus Furcht in der Kirche ausgebreitet hatte, nahm nun beklemmende Züge an. Nur das Flackern der Kerzen und das erschrockene, unterdrückte Keuchen der Schaulustigen zeugte noch davon, dass die Zeit nicht stehen geblieben war. Mit einer unendlich langsamen und unermesslich feierlichen Geste zog der Engel sein gleißendes Schwert, Lumen Dei, aus seiner Scheide und hielt es vor sein Gesicht. "Deus vult, Lauriel!" sagte er, den Blick auf die arkane Klinge gerichtet. "Dieses Schwert steht zwischen den dunklen Kreaturen und der Schöpfung des Einen. Mehr braucht es nicht. Mut, Ehre und Glaube sind meine Triebfedern, gerechter Zorn die Quelle meiner Kraft. In meinem Licht vergeht der Schatten. Ein Paradigma das seit Anbeginn der Zeit besteht - und noch bestehen wird, wenn meine Zeit abgelaufen ist und ich vor meinen Schöpfer trete. Er steht mir bei." Langsam ließ der Engel, unter den Augen der mit schreckensgeweiteten Augen dastehenden Menge das Schwert in einer fließenden Bewegung wieder in seiner Scheide verschwinden, bevor sich ein Lächeln auf sein Gesicht stahl. "Die Furcht der Diener des Bösen vor meiner Klinge und meiner Wut hat nicht gelitten in den letzten Jahrhunderten." Das Lächeln gefror, als sich seine Mimik zu einer Maske aus reinem Willen und absoluter Entschlossenheit verhärtete. "Die Menschen sind schwach. Sie suchen ihr Heil in Neuerungen. Sie schaffen die alten Wahrheiten ab, schwören den alten Codizes ab. Sie vertrauen in Technik und Wissenschaft. Doch welche Schlacht ist durch Technik gewonnen worden? Welchen Krieg haben Wissenschaft und Artheismus gewonnen? Sie sind die Pforte des Bösen zu den Herzen derer, die von Ihm erschaffen wurden. Veränderung, Lauriel, führt zum Fall!"

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Zuletzt von Eiael am Mi Jul 01, 2009 3:40 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Di Jun 30, 2009 10:35 pm

Lauriel schwieg einen Moment.
"Ihr wiederholt euch unentwegt und wollt nichts einsehen, ihr seid so verblendet wie Menschen." knurrte sie ihn an.

(Kurzer Post, aber was soll ich sagen?)
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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Mi Jul 01, 2009 2:30 pm

Ein nahezu wütender Ausdruck trat auf Eiaels Züge. "Nein, Lauriel, ihr versteht nicht. Unser Weg ist der gleiche - auch wenn ich euren nicht gut heißen kann und werde! Doch vergleicht mich nicht mit diesen...Lakaien!" Angewidert verzog der Engel das Gesicht und blickte abfällig auf die nun wieder entspannter und fast erleichtert wirkenden Menschen um ihn herum. "Die dunklen Zeiten sind nicht vorbei - im Gegenteil. Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter mit Gefahren, die nicht minder Schrecklich sind als die Zurückliegenden. Wir können uns Zwietracht nicht leisten, denn unsere Zeit - und es fügt mir Pein zu, es auszusprechen - neigt sich dem Ende. Umso wichtiger ist die Einheit der himmlischen Scharen in den Konflikten, die in dieser vom Krieg zerissenen Welt noch auf uns zukommen werden."

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BeitragThema: Re: Kathedrale der Engel   Mi Jul 01, 2009 10:46 pm

Eiael sah die Kriegerin erwartungsvoll an, als sich etwas änderte. Eine Nuance ihrer Aura schien zu Flackern, als ob sich die Realität verschieben würde. Der Engel wirbelte herum und seine Stimme, jetzt laut und dröhnend, hallte durch die Kirche. "Verschwindet! Dämonen!" Der Schrecken, der einen Bruchteil einer Sekunde die Menschen zu lähmen schien, verlieh ihnen kurz darauf Flügel. Wie eine panische Schar Schafe rannten sie, wild schreiend, den Portalen entgegen. Eiael achtete schon nicht mehr auf sie. In dem Engel erwachte der Krieger. Mit eisiger Routine zog er sein Schwert und drehte sich langsam zu Lauriel um. Eine merkwürdige Veränderung ging mit der Kriegerin vor. Die Luft um sie herum begann zu wabern und seltsame Runen, die beim Hinsehen schmerzten und so unheilig waren, dass sich die Ikonen der Heiligen in den alten Hallen zu winden schienen. Die Augen des Engels - "Der Unheiligen Kreatur!" rief Eiael sich ins Gedächtnis - glühen jetzt in tiefem Rot. Traurig sah Eiael die ehemalige Kriegerin des Einen an, als die sich mit obszön klingender, schriller Stimme an ihn wandte: "Eure Kirche ist verdammt, Engel. Sie wird fallen - es ist nur eine Frage der Zeit. Mit jedem Engel, den dein falscher Heiland verliert schwindet eure Macht. Die schwächliche Schöpfung wird vergehen und es wird die Dunkelheit verschlingen, was ohnehin ihres ist." Langsam erhob sich das Ding, das einst Lauriel gewesen war und ging mit staksigen Schritten auf den Engel zu. Wie durch Zauberei erschien auf einmal ein Dolch in ihren Händen, grünlich schimmernd und schlimme Erinnerungen in Eiael wachrufend. Diesen grünen Schimmer hatte er schon einmal gesehen: Im Toten Gebirge, an jenem Ort, der seinen Schüler Nekael das Leben gekostet hatte. Der Dämon war zurück. "Du erkennst mich also..." krächzte die Stimme des Wesens, das einst Lauriel gewesen war. "Es wird niemals enden, Engel. Ihr seid so stolz auf euren Glauben, auf eure Reinheit, dass ihr den Makel in euch niemals erkennen werdet. Diese Welt gehört meiner Art - so, wie es ihr vorherbestimmt ist!" Das Gesicht Lauriels hatte sich vollkommen verwandelt. Ihre vorher aristokratisch anmutenden Gesichtszüge waren nur noch ein pervertierter Abglanz ihrer vorherigen Schönheit. Die Knochen schienen verschoben zu sein, und brauner Schleim troff aus dem, was vorher ein Mund gewesen war. Ihre Gestalt schien aufgedunsen und krank, die Haut war von Nekrosen gezeichnet, aus denen ekeleregender Eiter und andere stinkende Flüssigkeiten sickerten. "Blut für die dunklen Götter!" dröhnte die Stimme der Besessenen durch die Kirche, unmittelbar bevor sie sich mit klobigen, aber nichtsdestotrotz unglaublich schnellen Bewegungen, auf den Engel stürzte. Funkensprühend traf die grüne Giftklinge auf Lumen Dei. Die Kirche erzitterte ob der unglaublichen Entweihung, der sie ausgesetzt war. Das Summen von Millionen von Fliegen erfüllte jeden Teil der Kirche und die roten Augen der Besessenen flackerten irr in der fleischigen Masse, die vor Kurzem noch ihr Gesicht gewesen war. "Du wirst hier nicht siegen, Dämon. Du bist zu schwach!" brüllte Eiael der Kreatur entgegen, bevor er begann eine der heiligen Litaneien zu rezitieren, die den himmlischen Kriegern Kraft im Kampf gaben. Mit einer kraftvollen Bewegung schmetterte der Engel seine geballte Faust in die rechte Hälfte des Gesichtes der Kreatur. "Ich bin der Hammer des Einen..." dröhnte seine Stimme dazu. Mit einem fleischigen Schmatzen traf die Faust. "Ich bin sein rechter Arm..." Der Dämon wankte einen Schritt zurück und ermöglichte es dem Engel weiter vor zu stürmen. Blanker, heiliger und reinigender Zorn spiegelte sich auf dem Gesicht des Engels wieder. "Ich bin die Hoffnung..." Mit einem gequälten Schrei griff der Dämon wieder an, den Dolch erhoben und die Hände zu Klauen gekrümmt. Sein Angriff zielte auf den Kopf des Engels, doch der Angriff wurde von Eiael durch die Armschienen abgefangen, so dass die Klinge entlang der Schienen abglitt und statt sich in den Unterarm zu bohren, nur eine Schnittwunde auf den Oberarmen entstand. Gepeinigt war es nun der Engel, der zurückwich. "...wenn die Dunkelheit nahe ist!" Mit zusammengebissenen Zähnen wischte Eiael den brennenden Schmerz in seinem linken Arm beiseite - gerade rechtzeitig genug, um dem nächsten Angriff des Dämonenwesens entgegen zu sehen. Wieder prallte Metall funkensprühend auf Metall. Im leuchtenden Schein der Rüstung des Engels tauchten die Ikonen der Heiligen der Engel aus dem Schatten einer Säule auf. "Ich bin sein Schild..." Eiael griff nun seinerseits an. Er täuschte einen gewaltigen Hieb auf die rechte Körperseite vor, änderte aber im letzten Moment die Richtung seines Streiches und traf den überraschten Dämonen an dessen rechten Bein. "...und der Schutz seiner Schöpfung!" Sofort quoll eine dunkle Flüssigkeit aus dem Körper der Besessenen und besudelte den makellosen Boden der Kathedrale. "Ich bin der Richter..." Ein schnell geführter Hieb mit dem Knauf seiner Waffe in der Rückbewegung schleuderte die Kreatur mit einem wütenden Kreischen zu Boden. "...über die Gefallenen und Ungläubigen." Lauriel - oder besser: Drak"shalar! - sprang auf die Beine. Oder versuchte es zumindest. Vom Treffer des Engels schwer getroffen wurde aus dem kraftvollen Aufbäumen des Dämonen ein haltloses Taumeln. "Ich bin der Wächter..." Eiael sprang vor. "...über seine Reiche im Himmel..." Wie ein Blitz aus glänzendem Stahl durchschnitt Lumen Dei die Luft. "...und in dieser Welt!" Mit geweiteten Augen sah Drak"shalar seinen Tod auf sich zurasen, unfähig auszuweichen. "Sein Wille ist mein Gesetz!" Mit einem schrecklich widerlichen Geräusch bohrte sich die Heilige Klinge über den Schulterblättern in den Hals der ehemaligen Kriegerin des Einen. "Deus vult!" Der Kopf kippte haltlos nach hinten und dunkles, schleimiges Blut schoss aus dem Stumpf, der geblieben war. Der Kampf war vorüber, und doch war dem Engel so, als höre er noch das Lachen des Dämonen, der ihm verhöhnend zurief: "Bis zum nächsten mal, Engel!" Es waren nur Minuten seit dem Beginn des Kampfes vergangen - und doch blieb Eiael für einen Moment ausgebrannt und leer an einer Säule lehnend stehen. Wie nur war das möglich? Drohte Gefahr? Doch woher? Der Engel sah sich um. Nur der leblose, entstellte Körper Lauriels war noch in der Kirche geblieben. Langsam schritt der Engel zum Altar und kniete davor nieder. Stumm ins Gebet versunken, bemerkte er die Mönche nicht, die in die Kirche eindrangen und sich stumm hinter ihm aufstellten. Erst nach einer halben Ewigkeit drehte er sich um und wurde den wartenden Dienern gewahr, die auf den Leichnam der Besessenen starrten. "Verbrennt das ... Ding!" befahl er ihnen. "Und sperrt die Kirche, bis ihr den Boden gereinigt habt!" Ehrerbietig senkten die Kriegermönche ihre behelmten Häupter. Dann machte Eiael sich auf den Weg, um die Heiler in der Ordensfestung zu konsultieren. Der Krieg hatte sie wieder gefunden.

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