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 Die Stadt

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BeitragThema: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 1:53 pm

- Ananiels Misision -
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 5:49 pm

cf:Vetera - Die Stadt - Anwesen der Familie D'Astrier

Ananiel verbarg seine Abscheu, als er mit seinen Leibwächtern in dieses stinkende, kleine Nest ritt. Aus Gründen der Auffälligkeit hatte Ananiel auf seine angemessene Kleidung verzichtet und statt dessen ein gefüttertes Lederwams mit Lederhose und schweren Stiefeln angezogen, komplett in schwarz. Die Kleidung war dennoch von guter Qualität, zeugte aber nicht mehr unbedingt von Reichtum, lediglich von etwas Wohlstand.
Zu seinem persönlichen Schutz war das Lederwams zudem mit einem Kettenhemd kombiniert, was zwar unangenehm zu tragen war, Ananiel in dieser Hinterecke des Reiches jedoch sehr beruhigte.
Auch wenn er nicht nach viel Geld aussah mochte es genügen den Abschaum zu einem Dolchstoß in den Rücken zu verleiten und da wollte er nicht einfach mitmachen.

Derweil jedoch hatten die drei Reiter ein anderes Problem, was nun?
Das kleine Nest bot wenig und an der Burg wollte er es erst später versuchen.
Zwar hatte er einen netten Trick, der ihm vielleicht zeitweiligen Zugang gewähren würde, aber das wollte er sich aufheben.
Fürs erste sah er sich nach einem zwielichtigen Laden um, wo er mit dem Fußvolk der Götter Kontakt aufnehmen konnte und vielleicht auch ein paar Schläger bezahlen konnte, sollte er jemanden aus dem Weg räumen müssen.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 6:15 pm

In den Gassen und Straßen der Stadt herrschte kurz vor Einbruch der Dämmerung hektische Betriebsamkeit. Doch wo auf den Hauptstraßen die ehrbaren Leute Kaslans umher gingen, verbargen sich Gesindel und Strolche in den Gegenden, die Ananiel wählte, um seine Queste zu beginnen. Huren standen an Hauseingängen und boten ihre Körper feil, während schleimige Zuhälter eifersüchtig darüber wachten, dass ihr Revier unangetastet blieb. Ein gurgelnder, halb erstickter Schrei aus einer der dunkleren Gassen ließ einige Köpfe herumrucken, ohne aber wirklich Aufmerksamkeit zu erregen. Der Gestank in diesem Teil der Stadt war beinahe noch unerträglicher und eine Note von Pestilenz schien selbst den saubersten der Passanten anzuhaften. Eine kleine Taverne in der Mitte der Gasse fügte sich in das gesamte Bild dieses Orte ein: dunkel, schmutzig und heruntergekommen tummelte sich dort offenbar der Abschaum des Abschaums. Neben der Taverne, fast ineinander übergehend, befand sich ein Tempel des Einen. Besser: Er hatte sich dort befunden, denn alles was noch von ihm übrig war, war eine baufällige, geschändete Ruine mit kruden, in Holz und Stein geritzten Symbolen. Am Ende der Straße prügelten sich zwei grausam entstellte Kreaturen, offensichtlich Mutanten, um etwas, dass wie ein schimmliges Stück Brot aussah. Neben dem Paar standen weitere Kreaturen bereit, um das siegreiche Wesen zu überwältigen. Andere Kreaturen scharrten sich um einen ehemaligen Priester des Einen. Seine braune Robe hing in Fetzen von seinem Körper und sein Kopf war von rituellen Narben übersät. Hass loderte in seinem Mutierten, mit einem gewaltigen Horn versehenen Gesicht.
Ein weiterer Schrei, diesmal aus einer entfernteren Gasse, deutete auf eine bewaffnete Auseinandersetzung zwischen zwei verfeindeten Gruppen hin - die für eine von beiden Seiten nicht gut zu verlaufen schien. Das gröhlende Bellen eines triumphalen Schreis unterstrich diesen Eindruck noch.
Alles in allem hatte Ananiel gefunden, was er gesucht hatte: die dunkelste Gegend in Kaslan!
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 9:49 pm

Ananiel war schon das eine oder andere Mal in finsteren Gegenden gewesen und hatte es immer vermieden Schwierigkeiten zu bekommen.
Das hier allerdings war noch mindestens zwei Stufen schlimmer.
Ananiel hatte bereits seine Haltung an die Umgebung angepasst und bewegte sich jetzt mit einer bedrohlichen Selbstsicherheit, welche die meisten Kreaturen als -Räuber nicht Beute- Haltung erkennen würden.
Und wenn er dann noch darauf achtete andere mit der gleichen Ausstrahlung nicht zu provozieren dürfte alles in Ordnung sein.
Zumindest bis es an die Arbeit ging.
Also betrat Ananiel die finstere Spielunke und achtete darauf nur sehr flach zu atmen und sich nichts anmerken zu lassen.
Selbstsicher als gehöre ihm der Laden drängelte er sich zur Theke und brachte manch streitlustiges Wesen mit seinem finstersten Blick dazu die Sache auf sich berihen zu lassen, trotz seines Mangels an Schulterumfang.
Ananiels Leibwächter hingegen zeigten eine Art professioneller Nervosität, die sich in der Bereitschaft jederzeit zu töten äusserte.
Solange also niemand ihre Reflexe auslöste würde das wohl auch keinen Ärger machen.
Indessen hatte Ananiel die Bar erreicht und machte sich nicht die Mühe sich das entstellte Gesicht des Wirtes, oder wie auch immer man dieses wabbelige Dings nennen mochte, genauer zu betrachten.
Mit einem lauten Klopfen auf dem mit Blut und Anderem beschmierten Tresen machte er diesen auf sich Aufmerksam.
"Einen Becher von deinem Gift."
grunzte er den Kerl an.
Jetzt wirkte Ananiel völlig entspannt, während er in Wahrheit in höchster Alarmbereitschaft war.
Zum einem bemühte er sich, soweit das für ihn möglich war, einen gewissen Eindruck von Zugehörigkeit zu erwecken. Doch dabei war er mehr als wachsam, denn jetzt begann die kritische Phase, wo man entweder bereit war mit ihm zu sprechen...oder ihn in Stücke zu reissen.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 10:32 pm

"Wohl neu hier, hm?" knurrte das Ding, das mit ein wenig wohlwollen als Wirt bezeichnen konnte. "Was willste hier, Welpe? Dat is nich die richtige Gegend fürn Söhnchen wie dich!" Mit diesen Worten schob ihm der fette Mann einen Becher mit ekelerregendem Gebräu uber den schmuddeligen Tresen.
Die Gespräche im Raum verstummten auf der Stelle. Viele Paare Augen (und auch einige einzelne) richteten sich auf Ananiel.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 10:48 pm

"Ich würd eher sagen es is nicht der Richtige Ort für die feinen Hernn vom Imperium."
meinte er beiläufig und nahm den Becher, ohne daraus zu trinken.
"Aber die aufgeblasnen Märchenerzähler sprechen unetnwegt von einem glanzvollen Sieg.
Da wollt ich mal schaun ob die Impis nicht schon grad mit vollgeschissnen Hosen nach Hause laufen."
kommentierte er spöttisch.
Nun lief Ananiel auf Hochturen. Hatte er den Richtigen Ton getroffen? Hätte er erstmal vorfühlen sollen? Doch die Blicke in der Spielunke hatten ihn dazu getrieben schon früh Flagge zu bekennen, um so hoffentlich eine Gemeinsamkeit nutzen zu können, auf der er aufbauen konnte.
Jetzt blieb die Frage ob diese Leute das Imperium so wenig mochten, dass es ihn wieder in einem positiven Licht erscheinen ließ es zu verachten.
Und natürlich hing es davon ab ob sie ihm glaubten, was bei Ananiel zwar selten ein Problem war, doch das hier war einfach nicht sein bevorzugtes Publikum.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 11:01 pm

"Es is' mir egal wer oder wat ihr seid, feiner Herr." Der Wirt schenkte ihm ein abschätzendes Lächeln. "Wir sind hier nich' so wählerisch, wat unsre Herrn angeht! Wenn ihr Ärger sucht, dann geht wieder woher'a gekomm'n seid." Mit einem zynischen Grunzen wandte sich der Wirt ab und begann mit einem speckigen und versifften Tuch die noch versiffteren Gläser zu "polieren". Für ihn schien die Unterhaltung zumindest beendet. Auch die Augenpaare in der Kaschemme wandten sich wieder ihren unterbrochenen Unterhaltungen zu und nur hier und da zeigte ein schmutziger Finger noch auf die drei Fremdlinge.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 09, 2009 11:53 pm

Das war weder gut noch schlecht.
Zumindest sah es im Moment so aus.
Nun machte sich Ananiel daran die Gestalten in der Kneipe unter die Lupe zu nehmen und hier und da ein paar behutsame Versuche zu unternehmen ein Gespräch zu beginnen.
Vielleicht würde ihm ja jemand auffallen, der etwas wusste und bereit war darüber zu reden.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Di Nov 10, 2009 12:30 am

Ablehnung. Nichts als Desinteresse, Ignoranz und hin und wieder derbe Witze und vulgäre, wüste Beschimpfungen erntete Ananiel bei seinen Versuchen.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Di Nov 10, 2009 8:12 pm

Offenbar war die Unterschicht hier eine ziemlich ablehnende Gruppe, der es egal war was sonst so passiert, solange man sie in Frieden ließ.
Das wiederum bedeutete er würde es eine Stufe höher versuchen müssen, da er weder die Zeit hatte sich hier einzurichten, noch nach den käuflichen, aber einigermaßen zuverlässigen Ganoven zu suchen.
Immer noch wachsam verließen sie die Spielunke wieder, es konnte gut sein dass draussen jemand auf Ärger aus war.
Ananiel wollte nun jedoch die weniger dreckigen Gebiete der Stadt aufsuchen, um vielleicht bei einer Lokalrunde ein paar Gerüchte und Geschichten aufzuschnappen.
Somit konnte er vielleicht erfahren, was sich während der letzten Besetzung abgespielt hatte.

Da fand Ananiels Blick die Reste des Tempels...und einen Moment später einen ehemaligen Priester. Offensichtlich von den dunklen Göttern berührt mochte er empfänglicher sein für Ananiels Begehren.
Den Mutanten genau beobachtend trat Ananiel auf die Reste des Tempels zu und untersuchte diesen flüchtig, während sein Interesse mehr dem Priester galt.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Di Nov 10, 2009 11:54 pm

"Stärke liegt im Blut, denn Blut ist Stärke!" brabbelte der Priester mit irrem Ausdruck in den Augen. "Seht, wie die wahren Götter mich gesegnet haben. Seht ihr Geschenk!" Der Priester wackelte mit seinem einzelnen Horn vor den wenigen Menschen - wenn man diese erbärmlichen, degenerierten Kreaturen noch so bezeichnen wollte - herum. "Verblendet sind die, die die Schwachen schützen. Erbärmlich die Anhänger des namenlosen Gottes, denn keine Stärke liegt in ihrer Sache. Lasst Blut die Straßen fluten!" Immer weiter steigerte sich der heruntergekommene Priester in seine häretischen Predigten. Seine verdreckte und mit Schorf bedeckten Arme wurden dabei von den Resten seine braunen Robe umwabert. Der irre Blick mit dem er seine wenigen Jünger maß, wurde milchig. "Steht auf, Krieger der Nacht. Vernichtet die, welche euch zu vernichten suchen! Opfert sie den wahren Herren die Herzen eurer Feinde! Lasst sie in ihrem Blut ersaufen!" Sein Blick wurde wieder scharf, als er fortfuhr. "Die Herren der Welt sind mit uns. Ihre Krieger befinden sich bereits hier! Ihr Bote weilt schon unter uns!" Damit richtete sich der Blick des Mutanten kurz auf Ananiel, bevor er sich wieder seinen Jüngern zuwandte und seinen Sermon von Blut und Hass fortsetzte.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 16, 2009 6:41 pm

Ananiel lauschte den Worten des Predigers eine Weile lang.
Bei den letzten Worten der Predigt horchte er auf. Das war überaus interessant.
Den Prediger fest ansehend trat Ananiel auf ihn zu.
"Wissender, ich muss euch sprechen."
sagte er mit leiser, autoritärer Stimme.
Sein Auftreten war nicht bedrohlich, aber entschlossen denn er war sich sicher hier etwas erfahren zu können und seien es nur Informationen um den letzten Kampf in der Stadt.
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 16, 2009 9:06 pm

Schreie und das Stampfen von mit Stiefeln versehenen Füßen. Waffengeklirr. Dann eine Formation von Söldnern im Dienste des Imperiums, fackelschwingend und mit blutigen Waffen. Mehr Schreie. Die Straße versank innerhalb weniger Augenblicke im Chaos. Der Prediger sah Annaniel an: "Sucht zuflucht im Tempel. Betet zu den Göttern. Sie wissen. Sie helfen. Lauft!" damit wandte sich der Wahnsinnige ab und stürmte auf die Sölner zu. Sein Leib wurde von mehreren Speeren durchbohrt, noch während er Obszönitäten schreiend auf die Abteilung zustürmte. Sein Beispiel machte Schule: Viele der kurz zuvor noch kopflos Flüchtenden warfen sich nun auf die Soldaten. Mit dem Namen ihrer Götter auf den Lippen warfen sie sich mit zu Klauen verkrümmten Händen auf die Eindringlinge. Sie würden verlieren. Aber sie verschafften Annaniel eine Ablenkung.
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Nov 16, 2009 9:52 pm

Ananiel fluchte leise.
Ausgerechnet jetzt tauchten diese Lakaien auf.
"Mir nach!"
knurrte er seine Leibwächter an und jagte ohne sich umzublicken in die Tempelruine.
Mit weit ausholenden Schritten fegte er über Schutt und verkohlte Dachbalken.
Der Vorraum des Temples war schwer verwüstet und Ananiel jagte hindurch in die Betshalle, wo er auf einen Weg zur anderen Seite hinaus suchte.
Die Halle war in etwas besser Zustand...was sich dadurch äusserte dass es noch ein Dach gab.
Die Bänke für die Gläubigen waren zerschmettert und verheert worden, einige waren auch offenkundig als Feuerholz verwendet worden.
Der Altar war besonders schlimm zugerichtet. Der große Stein war mit Kratern übersäht und getrocknetes Blut bildete unheilige Symbole.
All dies erfasste Ananiel in einem Moment, dann stürmte er weiter auf ein zerbrochenes Fenster zu, durch welches er nach draussen zu klettern gedachte.
Mitten im Raum blieb er stehen, als ihm ein schwerer Geruch in die Nase stieg.
Einen Moment lang schnüffelte er, bis er den Geruch als Rauch verschiedener Sinne vernebelnder Kräuter erkannte.
Aus dem Augenwinkel glaubte er eine Bewegung wahrzunehmen und sein Kopf fuhr zum Altar hinüber. Die Wände hinter dem Altar waren voller Symbole, die das Auge kaum zu fassen vermochte, da sie sich ständig davon zu winden schienen, wie Schlangen. Diese Zeichen waren eben noch nicht dagewesen...ebenso wie der Gang hinter dem Altar.
"Versteckt euch und rührt euch nicht bis ich rufe, egal was geschieht!"
befahl Ananiel seinen verstört drein schauenden Leibwächtern und schritt auf den Gang zu.
Der Gang entpuppte sich als weiterer Raum, der in bizarren Mischungen aus grellem Gelb, Giftgrün und Blutrot gehalten war. An der Wand zur Linken hingen die Überreste einer Frau an Ketten, auf einem nahen Tisch lagen verschiedene Werkzeuge aller Art.
Und in der Mitte auf einem Podest stand eine große Statue Anroaks.
Der ganze Raum war erfüllt mit einer Präsenz und es war unmissverständlich welcher Art. Langsam schritt Ananiel durch die dicke Luft des Tempels auf den Schrein zu, völlig vom Anblick der Statue gebannt und kniete nieder.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Di Nov 17, 2009 7:01 pm

>> Arena

Ashara hatte alles mit angesehen. Das war also der Bote von dem man ihr berichtet hatte. Er war jedoch einfach an ihr vorbeigegangen, ohne auch nur einen Moment nach ihr zu schauen. Er schien sie nicht bemerkt zu haben, auch wenn sie ihn fast hätte berühren können. Er war wirklich nur wenige Zentimeter an ihr vorbei gegangen, doch dich Luft war so dick, dass es unwahrscheinlich war, dass ein Mensch sie erkennen konnte. Leise folgte ihm Ashara zu dem Schrein. Ihre Schritte hinterliesen keinen Laut. Als dann der Bote auch noch vor der Statue, die den Schrein bildete, auf die Knie ging, wusste Ashara, dass es sich nur um den Boten handeln konnte. Anroak hatte also wieder recht gehabt. Doch Ashara würde sich nicht darum kümmern. Sie sollte einzig und allein den Boten beschützen.
"Der Fremde lässt dich grüßen. Er schickt mich, dir zu helfen..."
Ashara war sich nicht ganz so sicher, wobei sie dem Menschen helfen sollte und ob er wusste, wer gemeint war. Sie musste einfach davon ausgehen, dass er es wusste. und das er ihr ssagen könnte, wobei sie ihm helfen sollte. All das würde Ashara überraschen udn sie erwartete geduldig seine antwort.
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Di Nov 17, 2009 10:22 pm

Ananiel richtete sich stocksteif auf, als er plötzlich hinter sich eine Stimme hörte.
Doch darüber hinaus ließ er sich nicht anmerken wie schockiert er darüber war so überrumpelt worden zu sein. Statt dessen stand er gelassen auf und wandte sich zu der Quelle der Stimme um.
Er wusste nicht wie diese Frau hier herein gekommen war, aber ihre Worte an diesem Ort sprachen ihre eigene Sprache.
Er musterte sie einen Augenblick lang von Kopf bis Fuß, dann lächelte er.
"Es freut mich eure Bekanntschaft zu machen.
Ich bin Ananiel und ihr?"
fragte er mit freundlicher Stimme, während er sich noch bemühte sein Gegenüber einzuschätzen.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mi Nov 18, 2009 8:18 pm

Ashara hatte gesehen, dass der Mensch -nein, der Bote, Ashara durfte ihn nicht wie jeden anderen dahergelaufenen Menschen betrachten- erst einmal erschreckt war. Das war schon einmal eine gute Grundlage, auf der sie ein Respektvolles Umgehen aufbauen konnten. Das war Asharas bedingung an diese Mission. Wenn dies gegeben wäre, würde sie alles tun. Oder wenigstens fast alles. Dennoch fühlte sich Ashara unwohl, als der Fremde sie musterte. sein Blick wirkte fest und streng. So, als würde er ihr nicht vertrauen. Auch wenn seine Stimme regelrecht vertrauenserweckend klang.
"Ich bin Ashara. Die freunde liegt ganz auf meiner seite."
Auch sie begann, den fremden zu mustern. Sie hörte nichts um sich herum. Nur das atmen von ihrem gegenüber und sich selbst. Es schien, als wäre die Zeit stehen geblieben. Ob das einer von Anroaks zaubern war? Wie stark er war, wusste Ashara nicht, doch war er stark genug, sie in seinem Bann zu halten. Langsamen Schrittes ging Ashara um den Boten herum.
"Sie sind also der, wegen dem ich hier bin?"
Ihre Frage war mehr theoretisch, aber trotzdem erwartete sie eine Antwort des Fremden. Denn die war er ihr schuldig. Erst wenn sie sich sicher war, dass er der Bote war, würde sie sich ihm gegenüber verbeugen. Und erst dann, würde sie fragen, was sie tun sollte...
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mi Nov 18, 2009 9:44 pm

Sie musterten einander, wie zwei Rauntiere sich beschnüffeln würden.
Schließlich nickte Ananiel.
"Man hat gesagt ich würde Hilfe erhalten.
Und ich schätze ein Zusammentreffen an diesem Ort ist kein Zufall, doch würde ich gern erfahren was ihr über den Zweck unseres Hierseins wisst?"
fragte er freundlich und lächelte sie erneut an, während er sich bequem hinstellte.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Do Nov 19, 2009 7:23 pm

Ashara seufzte nahezu unbewusst. Der mensch war ihr weder sympathisch noch unsympathisch. Aber sie musste nun einmal mit ihm klar kommen, dass war ihr Auftrag. Und daran konnte sie leider nichts ändern, selbst wenn sie ab und zu wollte.
"Nun... mir wurde überhaupt nichts gesagt, weswegen ich hier bin... Nur, dass ich sie suchen, grüßen und begleiten soll. Also habe ich gehofft, sie könnten es mir sagen, was ich zu tun habe? Und wohin es überhaupt geht?"
Plötzlich stieg in Ashara der unerklärliche Gedanke auf, den Fremden einfach anzugreifen. Sie wusste nicht, woher dieser Gedanke kam, aber es war schwer, ihm nicht zu folgen. Nein, sie durfte den Boten nicht angreifen, Anroak würde sie deswegen verletzen...
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Sa Nov 21, 2009 12:35 pm

Ananiel registrierte eine Veränderung in Ahara. Die Pupillen verengten sich und ihre ganze Haltung strahlte Agressivität aus.
Von einem Moment zum Anderen war sie bereit zu töten. Zunächst schoss Ananiel der Gedanke durch den Kopf, dass sie nicht allein waren, aber ihr Blick war fest auf ihn fixiert.
All das geschah in einem kurzen Moment und Ananiel handelte rasch.
Behutsam griff er nach den Energien der Umgebung und zweigte sich etwas davon ab.
Ein illusionärer Ananiel trat einen Schritt zur Seite, während sich das Orginal in Unsichtbarkeit hüllte. Die Illusion war leider physikalischer Natur, da sich Ananiel nicht sicher war was er im Geist Asharas vorfinden würde, weshalb er ihr die Bilder nicht einfach eingeben konnte.
Doch zu seiner Überraschung floss die Kraft leicht, lediglich das aufrechterhalten der naturgetreuen Illusion kostete eine Menge Konzentration. Offenbar begünstigte der Schrein die Magie seiner Diener.
Die Illusion war perfekt, mit einem herausfordernden Funkeln in den Augen schritt er um Ashara herum.

"Was könnt ihr?"

war die einfache Frage aus dem Mund der Illusion. Der Ton war so weich und freundlich wie ein in Samt gehülltes Messer.

"Wie könnt ihr der Sache dienen?"

fragte er provozieren und ging weiter um sie herum, wie um in ihren Rücken zu gelangen.
Ananiel wartete ab, ob sie nun zum Angriff überging, oder sich beruhigen mochte.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   So Nov 22, 2009 7:13 pm

Ashara lies den Blick fest auf der Illusion von Ananiel gerichtet. Wäre sie bei klarem verstand gewesen, hätte sie womöglich erkannt, dass es sich um ein Ebenbild des Boten handelte, aber so war es ihr unmöglich, zwischen wirklichkeit und Trugbild zu unterscheiden. Für sie war das wahr, was sie sah, nicht was der Wahrheit entsprach. Sie hörte noch die Schritte in ihrem Rücken und einen kurzen Moment war sie sich sicher, dass vor ihr ein Duplikat stand. Doch als das Duplikat anfing zu sprechen, waren ihre Zweifel wieder verschwunden.
"Was ich kann, fragen sie?"
Ashara dachte nach. Da wurde sie sich wieder der Umwelt bewusst. Sie realisierte, dass sie mit einem Duplikat sprach. Sofort schloss sie die Augen und wandte sich um, bis sie direkt ansehen könnte, wäre er nicht unsichtbar gewesen und hätte sie nicht die augen geschlossen gehabt. Aber sie brauchte ihn nicht sehen.
"Was ich kann ist nicht ihr Problem. Aber ich bin in der Sache dienlich. Also was ist der auftrag?"
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Ananiel
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mi Nov 25, 2009 8:46 pm

Die Illusion vollendete den Kreis und kehrte zu ihrem Schöpfer zurück, der seine Magie fallen ließ.
Ashara hatte nicht angegriffen, aber so ganz traute er dem Frieden nicht.
Zudem gefiel ihm ihre Antwort nicht.
"Was der Auftrag ist ist nicht euer Problem. Ich werde dafür Sorge tragen dass er erfüllt wird."
gab er in einer perfekten Imitation von Asharas Tonfall zurück und wandte sich zum gehen.
"Für den Anfang interessiert es mich sehr was hier während der letzten Eroberung durch das Imperium vorgefallen ist."
meinte Ananiel und verließ den Tempelraum, scheinbar völlig desinteressiert ob Ashara ihm nun folgte oder nicht.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   So Nov 29, 2009 7:23 pm

[Tut mir leid, dass ich dich so lange warten lassen habe ^^' Schule stresst etwas im Moment, bitte verzeih:3]

Ein tiefer Seufzer erscholl aus Asharas Brust. Das konnte ja heiter werden. Aber Vertrauen war in einer Welt alles andere als sinnvoll, von daher war die Reaktion des Boten nur verständlich. Jedoch war Ashara der festen Überzeugung, dass man ihr wenigstens sagen konnte, wohin die Reise den ging. Sie hasste es, jemanden zu beschützen, wenn sie nicht die geringste Ahnung hatte, woher die Gefahr kam. Dennoch folgte sie dem Fremden Menschen widerstrebend.
"Nun... was sich geändert hat, müssen sie schon selbst herrausfinden... ich kann es ihnen nicht sagen. Ich habe Nemora schließlich seit Jahren nicht verlassen..."
Plötzlich schoss Ashara ein gedanke durch den Kopf. Wieso musste sie einem Menschen dienen, der den Dämonen diente? Schließlich war sie doch ein vollwertiger Dämon und folglich musste er ihr dienen? Doch Ashara wusste, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt war, um sich über so etwas Gedanken zu machen, denn der bote stürmte eiligen Schrittes aus dem Tempelraum.
"Wenn sie mir schon nicht sagen wollen, was die Mission ist, dann sagen sie mir wenigstens, wovor ich sie beschützen muss. das wäre sehr hilfreich zu erfahren..."
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mi Dez 02, 2009 7:02 pm

(das kann ich nur zurück geben, nur dass es bei mir der Netzanbieter ist)

Ananiel verdrehte die Augen. Sie war...unkooperativ. Euphemistisch ausgedrückt.
Ganz langsam erklärte er
"Ich suche auch einfach jemanden, der es mir sagen kann.
Nur sind die Leute hier nicht sehr hilfreich."
Was man auch über die hiesigen Anhänger der Götter sagen kann. fügte er in Gedanken hinzu.
"Was die Opposition angeht, so hoffe ich das die Imperiumstreuen nicht wissen wer ich bin und warum ich hier bin."
sagte er und winkte seinen Leibwächter heran, die im Hauptraum der Kirche gewartet hatten.
Ananiel machte sich nichtdie Mühe sie vorzustellen.
"Also, schauen wir mal ob sich der Tumult draussen beruhigt hat."
meinte er und ging nun wesentlich langsamer und behutsam Richtung Ausgang, um zu schauen wie dort nun aus sah.
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Ashara
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BeitragThema: Re: Die Stadt   Mo Dez 07, 2009 8:47 pm

[Sry, nun bin ich auch noch krank und dann noch so lange schule und Ag... ich hasse es :3 Aber ab nächsten jahr dann mehr zeit :3]

Ashara hatte gesehen, wie der Bote die Augen verdreht hatte. Aber sie würde nichts sagen. Sie hatte schon einmal die Kontrolle über sich verloren. Und das durfte nicht wieder passieren. Auch wenn sie wusste, dass sie das nicht kontrollieren konnte. Ashara hatte nicht gelernt, wie sie ihre seele kontrollieren konnte. Denn niemand wusste etwas von ihrer ihrem Problem. Und niemals durfte jemand etwas davon erfahren.
Seufzend folgte Ashara dem Boten.
"Also, ich fasse zusammen: so ehrlich ahnung, was Sie hier machen, haben sie auch nicht?"
Asharas Stimme klang zögernd, sie wollte den Boten ja nicht verletzen. Auch sah sie, dass der Bote leibwächter hatte.
"Darf ich fragen, was die bringen? Zu viele Menschen sind nur eine zu große Belastung. Je mehr folgen, je mehr können angegriffen werden. Jetzt sagen sie bloß, das wissen sie nicht?!"
Sie folgte ihm ansonsten wortlos. Ihr langes Kleid glitt rauschend über den boden.
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