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 Baracke

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Erzähler
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BeitragThema: Baracke   Mo Nov 02, 2009 10:15 pm

Undol tobte - wie so oft. Er war von unfähigen, nichtsnutzigen Bediensteten umgeben. "Menschen!" dachte er abfällig. Sie waren nichts im Vergleich zu den wahren Kindern des Blutgottes. Sie waren schwach, zerbrechlich und dumm. "Du wagst es, mir euer Versagen mitzuteilen?" donnerte er. Der Krieger vor ihm mochte nach menschlichen Maßstäben groß sein. Seine gepanzerte Gestallt reichte zwar nicht einmal bis zum Kinn des Kriegsherrn der Vampire, aber dennoch war er eine beeindruckende Gestalt - für die meisten. Nicht so für Undol: Mit einem Rückhandschlag fegte er den Hünen von den Beinen und ließ in haltlos gegen einen eisernen Tisch krachen. Mit einem scharfen Ton brach etwas in dem Menschen und Blut quoll aus seinem Mund. Seine letzten, nach Vergebung heischenden Worte gingen in einem kehligen Geblubber unter. Undol interessierte es nicht, dass die Späher von Engeln aus dem Hinterhalt angegriffen worden waren. Er wollte Ergebnisse!
Langsam wandte sich Undol wieder der wartenden Gruppe von Vampiren und ihren menschlichen Sklaven zu. Blut tropfte von seiner linken Hand auf den Boden. Die einzigen Geräusche in der weitläufigen Trainingshalle der Baracke war das schwere Atmen der Menschen und das Tropfen des Blutes auf den Boden. Gemessenen Schrittes ging Undol, der Schlächter von Kladmoor, auf seine Krieger zu. "Das ist der Lohn für jene, die versagt haben." Sein Blick glitt an der Gruppe entlang und blieb auf einer jungen Kriegerin haften. "Der Auftrag ist einfach. Findet heraus, wie diese Menschenschwächlinge es geschafft haben, Kaslan in ihre Gewalt zu bekommen. Sagt mir, wer sie führt." Mit einer fließenden Bewegung zog Undol ein Schwert aus seiner Scheide. Schwarz. Eisig schwarz. Eine andere Beschreibung würde nicht zutreffend sein. Diese Klinge kündete von unendlichem Grauen - und das wusste die Gruppe. Die Menschen wichen angsterfüllt einen Schritt zurück, während die Vampire nervös zischten. Das einzige, was noch legendärer war, als die Wutausbrüche ihres Herrn, war seine Klinge "Seelenfresser". Fast spielerisch balancierte Undol seine Klinge in einer Hand, bevor er sie in einer fließenden Bewegung herumwirbelte und sie auf dem Boden abstellte. Noch während die Vampire erschrocken - und gleichzeitig erleichtert, dass sie nicht getroffen worden waren - aufseufzten, erklang aus ihrer Mitte ein fleischiges Schmatzen. Zeitgleich mit dem entsetzten Aufschreien der Vampire, sank einer aus ihrer Mitte zu Boden: Seine Kehle war eine einzige blutende Wunde, sein Bauch ein klaffendes Loch, aus dem Innereien auf den Boden fielen. "Blut für den Blutgott!" intonierte Undol, während er seine Klinge wieder in die Scheide führte. Dann bohrte sich sein Blick in Kairas Augen. "Geh, junge Kriegerin! Vollende was Fertor begonnen und enttäusche mich nicht." Nach diesen Worten wirbelte Undol herum und bedeutete der Gruppe mit einer Geste über die Schulter, dass sie entlassen seien.
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Erzähler
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BeitragThema: Re: Baracke   Di Nov 03, 2009 6:00 pm

Nachdem Undol verschwunden war, blickten sich die zurückgelassenen Vampire lange an, bevor Derlas, Undols Vertreter, das Wort ergriff. "Kriegsmeister Undol weiß wohl, wie wichtig diese Mission ist. Die schwächlichen Menschen haben es geschafft Kaslan zu nehmen, ohne nennenswerte Verluste zu erleiden. Niemand weiß wie sie es gamacht haben. Es gilt eben das herauszufinden. Wo Fertor mit Mut und Stärke nicht weiterkam, sollst du es, Kaira, nun mit verschlagenem Geschick richten." Derlas hielt kurz inne, um seinen Worten Gewicht zu verleihen. Dann fuhr er fort: "Shirana, begleite Kaira. Zu zweit habt ihr die Möglichkeit all das zu erreichen, was Fertor nicht in der Lage war zu vollbringen. Und vergesst nicht die Worte des Kriegsmeisters: Enttäuscht ihn nicht. Es wäre das letzte, was ihr in eurem Leben tätet. Selbst die Blicke der Ältesten ruhen nun auf euch! Geht nun rasch, Krieger des blutigen Gottes, und macht uns stolz!" Damit wandte sich der ältere Vampir ab und verließ mit seinem Gefolge die Halle. Nur Kaira und Shirana blieben zurück - in der Gewissheit, dass ihr Leben von diesem Auftrag abhing!
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Kaira
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BeitragThema: Re: Baracke   Mi Nov 04, 2009 9:06 pm

Kaira war begeistert von dem Schauspiel Undols. Natürlich war er Angst einjagend, aber Kaira bewunderte sein Durchsetzungsvermögen. Zudem freute sie sich - endlich konnte sie etwas für die Vampire tun. Nicht nur unnütz herumreisen. Freudig blickte sie Undol nach, als er ging.
Sie war noch in Gedanken, als Derlas das Wort an sich nahm und Shirana Kaira zuteilte. /Eine Hilfe?/, dachte Kaira und freute sich etwas nicht alleine auf diese schwierige Mission zu gehen.
Als alle verschwunden waren betrachtete Kaira Shirana. Sie war ein gutes Stück größer wie sie und hatte ebenfalls rote Haare. Bei genauerer Betrachtung, kam diese Shirana ihr sogar bekannt vor! /Habe ich sie schon einmal gesehen?/, fragte die junge Vampirin sich, doch sofort zog ein stechender Schmerz durch ihren Kopf. /Seltsam.../
"Hallo", began Kaira tonlos zu sprechen. "Mein Name ist Kaira Miko - auf eine gute Zusammenarbeit." Ihr Gesichtsausdruck war emotionslos, auch wenn sie sich innerlich so freute. Langsam streckte sie ihre Hand der fremden Vampirin entgegen.
/Was uns wohl erwarten wird In Kaslan? Ob wir gut zusammen arbeiten können?/, fragte Kaira sich und wartete Shiranas Reaktion ab.
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Shirana
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BeitragThema: Re: Baracke   Mi Nov 04, 2009 9:30 pm

Vollkommen regungslos stand Shirana da, während sie den Worten Undols lauschte.
Er war wirklich einschüchternd, und sie schluckte mehrfach schwer um Ruhe zu bewahren.
Als Derlas schließlich das Wort ergriff, nachdem Undols den Raum verlassen hatte atmete Shirana tief ein. Der Kreigsmeister hatte ihr zusammen mit der anderen Vampirin Kaira einen wichtigen Auftrag anvertraut und erwartete nicht enttäuscht zu werden.
/Ich werde ihn nicht enttäuschen. Ich werde beweisen, dass ich seines Vertrauens würdig bin./
Auch die Aussicht darauf, bei einem möglichen Versagen zu sterben wie der Krieger zuvor, bestärkten sie darin.
Kaira wandte sich ihr zu und so sah auch Shirana sie an. Auch sie hatte rote Haare so wie sie. Sie war kleiner als Shirana, was sie nicht verwunderte. Die meisten Frauen oder Mädchen waren kleiner als sie.
/Sie kommt mir sehr bekannt vor .../
Sie war zierlich und hatte eine tonlose Stimme, als sie sie ansprach.
Sie stellte sich als Kaira Miko vor und streckte ihr auf gute Zusammenarbeit die Hand entgegen.
/Ach du .../
Erschrocken starrte Shirana die andere Vampirin an.
Dann fasste sie sich eilig und schütelte ihre Hand.
"Ja - auf gute Zusammenarbeit. Mein Name ist Shirana, Shirana Jerion!"
Sie zögerte kurz, dann schüttelte sie kaum merklich den Kopf.
"Lass uns gleich aufbrechen! Wir müssen diese Mision erfolgreich abschliesen!" sagte sie und lächelte kurz.
Dann wand sie sich daran die Baracke zu verlassen.

---> Kaslan
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