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 Empfangshalle

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Erzähler
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BeitragThema: Empfangshalle   Do Okt 29, 2009 9:56 pm

Drei bewaffnete Mönche der angelitischen Garde trugen Sothe, der bewusstlos in ihren Armen hing, in die prächtige Empfangshalle. Der junge Dieb hatte sich einen Namen in seinen Kreisen erworben und war von ihnen in den Gassen Veteras überrumpelt, bewusstlos geschlagen und hierher gebracht worden. Langsam schritten sie auf eine von Schatten verhüllte gestallt am Ende des Raumes zu. Nur zwei helle, blaustrahlende Augen zeigten, dass der Schemen, der sich in der Dunkelheit abzeichnete nicht eine der Heiligenstatuen war, die die Wände der prächtigen Halle säumten. Zwei weitere Mönche in voller Rüstung schlossen hinter der Gruppe die Türen. Fünf Schritte vor der mysteriösen Gestalt bleiben die Mönche stehen und legten ihren Gefangenen behutsam auf den Boden. Dann verneigten sie sich ehrfürchtig vor der Schattengestalt und wichen einige Schritte zurück. Mit gesenktem Blick blieben sie stehen, ihre Hellebarden fest vor sich haltend, während eine feingliedrige, marmorweiße Hand aus dem Schatten kam und Sothe über den Kopf strich. "Vivesce!"(Erwache!) hauchte eine Stimme wie junger Morgentau, bevor sich die Hand wieder in die Dunkelheit zurückzog. Die strahlenden Augen richteten sich auf die leblose Gestalt.
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Sothe
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BeitragThema: Re: Empfangshalle   Do Okt 29, 2009 11:33 pm

Mit starken Kopfschmerzen und Krämpfen am ganzen Körper, erwachte er von seinen ´Schlaf´. Schwerfällig richtete er sich auf und sah nach vorn. Überrascht erblickte er die Gestalt vor seinen Augen und erschrak sich leicht. "Wer oder was bist?" , fragte er mit einen überraschten Unterton. Dabei ging er vorsichtig nach hinten und fasste sich an der Hüfte. Hastig tastete er nach seinen Dolchen, doch griff er dabei ins Leere. Verwundert senkte er sein Haupt und sah, das ihm seine Waffen abgenommen wurden. Man konnte es deutlich an seinen Gesicht sehen, wie er entgeistert aufblickte, als er erkannte das seine Waffen nicht bei ihn waren. Er fühlte sich ihm ausgeliefert und blickte die Gestalt vor ihn an. "Wo bin ich? Und was willst du von mir?" , fragte er mit einen jähzornigen Gesichtsausdruck. Die Gestalt vor ihn war versteckt im Schatten. Es war, als würde er der Dunkelheit höchstpersönlich gegenüberstehen! Einzig und allein das blitzen blauen Augen bewies die Anwesenheit eines weiteren. Sie schienen mysteriös, wie das glänzen der Schneide eines Schwertes in der Mittagssonne. Spannung bildete sich seinerseits und stellte sich plagend in Kampfstellung. Selbst unbewaffnet würde er sich gegen seinen Widersachern wehren, bis zum Ende und bis zum Hinfallen.
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BeitragThema: Re: Empfangshalle   Fr Okt 30, 2009 12:18 am

Waffen und Rüstungen klirrten, als sich die Mönche aufrichteten und ihre Hellebarden in Richtung Sothes hielten. Spannung lag in der Luft, auch wenn die unter den Kapuzen verborgenen Gesichter der Mönche keine Regung erkennen ließen. "RECEDETE!" war erneut die Stimme, diesmal herrisch und unnahbar, zu vernehmen. Eindeutig die Stimme einer Frau. Auf das Kommando senkten die Gardemönche ihre Waffen und entspannten sich, um sich dann auf den Befehl "ITE!" zu entfernen. Die blauen Augen starrten während der ganzen Zeit auf den jungen Dieb hinab und schienen in die Tiefen seiner Seele einzudringen. Erst als die Türen sich hinter den Wächtern der Klosterfestung geschlossen hatten, wurde die Stille wieder durchbrochen. "Beruhige dich, Sothe. Du bist nicht einer Strafe wegen hier, noch wird dir ein Leid geschehen." Die Stimme, nun wieder sanft und glockenrein, hatte einen melancholischen, fast traurigen Unterton. Bewegung kam in die Schatten und die Gestallt trat einen Schritt auf Sothe zu. "Fürchte dich nicht, Sothe, denn du bist in den Hallen des Einen und sprichst mit seinen Dienern." Mit diesen Worten warf die Angelitin ihre Kapuze nach hinten und enthüllte ein elfengleiches Aussehen. Makellose, weiße Haut zierte ihr Gesicht und eine dunkelrote Robe umschmeichelte ihre schlanke, zerbrechlich wirkende Figur. "Höre was ich dir zu sagen habe." Die Bewegungen ihrer Lippen erinnerten einen Fluss; fließende und doch mächtige Bewegungen, die ihresgleichen vergeblich unter den Menschen gesucht hätten. Das goldene Haar fiel ihr lang über die Schultern und erinnerte an den strahlenden Glanz der untergehenden Sonne. Eine Aura der Reinheit legte sich über die Halle und vertrieb die Spannung, während sie sprach. "Wie auch du sicherlich bereits vernommen haben wirst, ist es den Truppen deines Volkes gelungen die Stadt Kaslan zu erobern. Doch der glorreiche Sieg, von dem die Kunde ist, hat nie stattgefunden. In Wahrheit fiel die Stadt kampflos an das Imperium zurück und nicht ein Verteidiger wurde gesehen." Der Engel machte eine Pause und ließ seine Worte wirken, bevor sie fortfuhr. "Großes Unglück liegt wie ein Schatten über der Zukunft dieser Stadt, doch vermag nicht einmal der Rat unserer Mächtigsten zu ermessen, was die Absichten der dunklen Götter sind. Wir beobachten dich seit langem, junger Freund, mal mit Sorge und mal mit Anerkennung ob deiner Fähigkeiten. Nun ist die Stunde gekommen, in der wir deine Dienste benötigen. Einen unserer Art können wir nicht nach Kaslan schicken, denn nur noch wenige sind wir und der Feind würde unserer gewahr. Du jedoch hast dein Geschick im Verborgenen zu arbeiten unter Beweis gestellt. Wir haben uns entschlossen dich auszusenden, um die Lage zu erkunden." Wieder eine Pause, in der sich der Engel umwandte und etwas vom Boden aufhob. "Als Zeichen unserer Wertschätzung möchten wir dir das hier" Sie hielt ihm ein Bündel hin. "geben. Ein Kettenhemd, geschmiedet vor langer Zeit von Schmieden des kleinen Volkes aus Kazad Belgost. Es wird dich schützen auf deiner Reise in die Grenzregionen und die gute Dienste leisten können." Die Augen des Engels wanderten durch den Raum, als ob sie etwas suchten. Nach kurzer Zeit wandte sich sie sich wieder dem Menschen zu, ihre Augen nun hart. "Geh nun, Sothe. Geh nun und kehre bald zurück. Bring uns Kunde von unseren Feinden." Ihre Worte klangen hohl in der großen Halle nach, doch der Ausdruck ihrer Augen zeigte dem jungen Dieb, dass es keine Bitte gewesen war. Dann nahm der Engel seine Hände und legte sie dem Dieb auf die Schultern. "Der Eine möge dich schützen!" Mit einem Ruck drehte sie sich um, so dass ihr blondes Haar hinter ihr her wehte und verließ den Raum. Sothe war wieder alleine.
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Sothe
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BeitragThema: Re: Empfangshalle   So Nov 01, 2009 8:58 pm

Erst als Sothe den Klang einer wundervoll harmonierenden Stimme erhörte, beruhigte er sich wieder. Die Stimme war sanft und schön, schon fast engelsgleich. Sein ganzer Körper entspannte sich und sein Gemüt wurde besänftigt. Ursache dieser liebreizenden Stimme war die Gestalt die sich in Schatten versteckt hielt. Erst als die Türe geschlossen war, ließ es seine Tarnung sein und verschwand aus den Dunkeln des Raumes. Daraufhin erblickte er tatsächlich das Antlitz eines Engels. Mit goldblondes Haar und einer glatten, reinen Haut. Sothe war überrascht über solch einer Begegnung dieser art und schwieg. Es war als würde all sein Misstrauen und die Spannung verschwinden während sie sprach, und er hörte ihr gebannt zu. Als dann von den Krieg die Rede war, nickte er ihr kurz zu. Selbstverständlich hatte er davon gehört, allerdings dachte er das der Sieg in den Händen seines Reiches lag. Doch wenn man den Worten des Engels glauben schenken mag, hatte er sich wohl oder übel getäuscht! Sothe schwieg weiterhin und lauschte ihren Worten gespannt. //Ich muss also einen Auftrag erfüllen?// , fragte er sich selbst in Gedanken. Dabei hob er verwundert eine Augenbraue und verschränkte die Arme in sich. Denn warum unbedingt er? Wurde er tatsächlich dazu "auserwählt", die Lage in Keslan zu erkunden? Denn....seltsam klang es das erste mal schon. Doch ehe er sich versah, bekam er ein Kettenhemd in die Hände gedrückt. //Das soll mein Lohn sein?// , dachte er entgeister darüber nach. Er hätte jetzt sowas wie Gold oder sowas, als Wertschätzung erwartet! Aber diese Wort hielt er vorsichtshalber für sich. Dann lag sie kurz ihre Hand auf seine Schulter und schenkte ihm Segen, bevor sie den Raum verließ und verschwand. Seine Blicke folgten ihren Abgang, sein Kopf leicht zur Seite gedreht. //Mhh.....ich krieg nicht mal die Chance darüber nachzudenken.// Überlegte und betrachte dabei das Geschenk, das Kettenhemd in seinen Händen. //Also muss ich es wohl annehmen.// Ein leichtes Lächeln bildete sich auf seinen Lippen. //Scheint wird wohl interessant zu werden!// , dachte er. Dann plötzlich fand er seine beiden Dolche auf den Boden des Raumes. Aber warum hatte er diese nicht schon vorher entdeckt? Egal, hauptsache Sothe hat sie wieder. Sonst wär er auf seine Mission aufgeschmissen gewesen! Geschickt steckte er seine Waffen in ihre Halfter an der Hüfte und wandte sich in Richtung der Tür. Er verließ den Raum und somit die Halle und machte sich sofort auf den Weg nach Kaslan, um seine Mission zu erfüllen.

>>> Kaslan
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BeitragThema: Re: Empfangshalle   Mo Nov 02, 2009 6:00 pm

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